Schubert & die Slowakei
Am Vormittag hatte das Schubert Schloss den Blick über Österreichs Grenzen gerichtet. Bei der Matinee „Franz Schubert und die Slowakei“ standen die Sopranistinnen Andrea Vizvári und Marianna Geleneky gemeinsam mit Pianistin Krisztina Marouf auf der Bühne. Zu hören waren unter anderem Schuberts „Der Blumenbrief“, „Das Marienbild“, „Blondel zu Marien“, die „Ungarische Melodie“ und die „Sechs Deutschen Tänze“ sowie Johann Nepomuk Hummels „La bella capricciosa“. Für KS Ildikó Raimondi bestätigte der Sonntag damit einmal mehr die Idee hinter den Herbst-Schubertiaden: große Musik nicht in engen Kategorien zu denken, sondern Begegnungen zu ermöglichen. Schon beim vorangegangenen „Liedermacher“-Open-Air hatte Raimondi dafür plädiert, Schubert selbstverständlich neben Jazz, Pop, Rock und Wienerlied zu stellen – weil große Musik unabhängig von Genre und Jahrhundert Menschen erreicht. Mit Haydn im Jazzgewand, Burns auf Wienerisch und Cornelius Obonya im schottischen Kilt bekam diese Idee nun ein besonders eindrucksvolles Bild.